Bewegung dort, wo sie gebraucht wird
STÖBER erweitert Antriebsregler SB6, SC6 und SI6 um EtherNet/IP:
Mit einer neuen Firmware-Version sind die STÖBER Antriebsregler SB6, SC6 und SI6 ab sofort auch mit EtherNet/IP erhältlich. Zusammen mit PROFINET und EtherCAT decken sie damit die drei führenden Industrial-Ethernet-Protokolle ab. Dabei kombinieren sie standardisierte Kommunikation mit Drive-Based-Motion-Funktionen: Die übergeordnete Steuerung kommuniziert über EtherNet/IP, die eigentliche Bewegungsfunktion führt der Antriebsregler aus. Maschinenbauer entlasten so die Steuerung von Motion-Control-Aufgaben.
Pforzheim, 30.10.2026 – „Wir bauen die Anbindung unserer Systemlösung an Steuerungen weltweit konsequent aus und erschließen damit neue Märkte“, sagt Daniel Lohse, Director Business Development EMEA bei STÖBER. „EtherNet/IP ist dabei mehr als eine weitere Schnittstelle: Es verbindet offene Maschinenkommunikation mit dezentraler Motion Intelligence.“ Der offene Standard erweitert das Einsatzspektrum: Die Antriebsregler lassen sich nun auch in Steuerungsumgebungen integrieren, die über EtherNet/IP kommunizieren. Verbreitet ist das Protokoll unter anderem in Steuerungen von Rockwell Automation mit der Marke Allen-Bradley und von Schneider Electric. Die EtherNet/IP-Schnittstelle der Regler ist von der Organisation ODVA zertifiziert.
Laut der Marktanalyse 2026 von HMS Networks machen EtherNet/IP, PROFINET und EtherCAT zusammen rund drei Viertel des Marktes für kabelgebundene Protokolle aus. „EtherNet/IP ist in Nordamerika das dominierende Protokoll, weltweit das zweitgrößte in der Fabrikautomation, und sein Anteil wächst“, ordnet Lohse ein. „Damit sind unsere Antriebsregler für europäische Unternehmen interessant, die dorthin exportieren, und ebenso für den Maschinenbau vor Ort, etwa in den Bereichen Lebensmittel, Verpackung, Handling, Logistik und Medizintechnik.“
Die Steuerung sagt was, der Antriebsregler wie
Die Maschinen- und die Prozesslogik bleiben in der Steuerung. Über EtherNet/IP überträgt sie Sollwerte und Bewegungsbefehle nach PLCopen Motion Control an den Antriebsregler. Dessen Drive-Based-Motion-Applikation regelt Lage, Geschwindigkeit, Drehmoment und Kraft. „Die Steuerung gibt vor, was die Achse tun soll. Der Antriebsregler bestimmt, wie die Bewegung ausgeführt wird“, sagt Matthias Meyering, Technical Product Manager bei STÖBER. „Drive Based Motion lohnt sich deshalb vor allem bei Maschinen, deren Steuerung keine umfangreichen Motion-Control-Aufgaben übernehmen soll oder muss. Für Einzel- und dezentrale Achsen ist das eine attraktive Architektur.“ So wird der Antriebsregler selbst zum Motion Controller.
Besonders gut eignet sich Drive Based Motion für modulare Maschinen aus eigenständigen Funktionseinheiten. In einem Modul kann der Antriebsregler einen größeren Teil der Bewegungsfunktion abbilden. Die Steuerung tauscht mit ihm im Wesentlichen Befehle und Prozessdaten aus. Die Achsfunktionen des Moduls bleiben klar abgegrenzt. Weil die Bewegungsfunktion nicht in der Steuerung programmiert ist, hängt sie zudem weniger davon ab, wie die jeweilige Steuerung Motion Control umsetzt. Antriebslösungen lassen sich dadurch wiederverwenden und Achsen einfacher in unterschiedliche Maschinenkonzepte integrieren.
Sicherheit auf eigenem Weg
Auch bei der funktionalen Sicherheit bleibt die Aufgabenteilung transparent. Als Sicherheitsfunktion bieten die Antriebsregler Safe Torque Off (STO): Diese unterbricht sicher die drehmomentbildende Energiezufuhr zum Motor. STO realisieren sie unabhängig von EtherNet/IP über digitale Eingänge. Dafür lassen sich SB6, SC6 und SI6 mit dem optionalen STÖBER Sicherheitsmodul SR6 ausstatten.
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