Zahnstangentriebe von STÖBER: Aus voller Drehung ins Lineare

Mit dem innovativen Konzept für Zahnstangentriebe hat STÖBER ein kompaktes, prozesssicheres Easy-to-Use-System entwickelt.

Mit dem innovativen Konzept für Zahnstangentriebe von STÖBER wurde ein kompaktes, prozesssicheres Easy-to-Use-System entwickelt, das genau auf die Anwendungen in Werkzeug­maschinen, Automation und Robotik abgestimmt ist. Kombiniert mit den Planeten- oder Kegelrad­getrieben sowie Servo­motoren von STÖBER im Direktanbau erhalten Anwender aus einer Hand eine Viel­zahl an kompakten, hoch­dynamischen Antriebs­lösungen. Die vollständigen Getriebe­einheiten sind sofort einsatzbereit, der Montage­aufwand entfällt komplett. 

Pforzheim, 10.11.2021 – Von High Flexibility bis High Force: Mit seinen Zahnstangentrieben kombiniert mit Synchron-Servomotoren hat STÖBER ein einzigartiges System im Portfolio, das sich an die unter­schiedlichen Ansprüche hinsicht­lich Belastbar­keit und Präzision anpassen lässt. Die Zahnstangentriebe basieren auf einsatzgehärteten und geschliffenen Ritzeln mit höchster Ver­zahnungs­qualität und exakt darauf abgestimmten Zahnstangen des Kooperationspartners ATLANTA. 

Der Anwender profitiert ganz klar von den Vorteilen des Direktanbaus, denn Adapter machen Antriebseinheiten schwerer und sie benötigen mehr Bauraum. Das wirkt sich negativ auf Dynamik und Volumen aus. Dazu kommt der erhöhte Montageaufwand. Antriebsspezialist STÖBER bietet vier verschiedene Baureihen an Zahn­stangen­trieben, die sich im Direktanbau an die Synchron-Servo­motoren der Baureihe EZ in sämtlichen Größen anbinden lassen. Der Anwender erhält ein kompaktes, prozess­sicheres Easy-to-Use-System aus einer Hand, das genau auf seine Aufgabe abgestimmt ist. 

Zahnstangentriebe von STÖBER: Besonders stark oder doch flexibel? 

Die schrägverzahnte Baureihe ZV ist vor allem flexibel. Die Ritzelposition kann sich je nach Einsatz am Wellenende oder an der Wellenschulter befinden, die Welle-Nabe-Verbindung ist spielfrei und formschlüssig. Sie lässt sich nicht nur mit einem Planetengetriebe koppeln, sondern auch mit Kegelradgetrieben – zum Beispiel mit der Baureihe KS. Kombiniert mit dem Synchron-Servomotor EZ erhält der Kunde so einen Antrieb, der durch eine extrem kompakte Gehäusegeometrie mit wenig Gewicht und einer hohen Volumenleistung punktet. Durch die großen, steifen Abtriebslager kann das Drehmoment der KS-Getriebe zudem voll in Vorschubkraft umgewandelt werden. Damit ist diese Baureihe prädestiniert für Automation und Robotik.  

Da die Ritzel bei der Baureihe ZR der Zahnstangentriebe von STÖBER ohne zusätzlichen Flansch montiert sind, profitiert der Anwender mit dieser schräg­verzahnten, einsatzgehärteten und geschliffenen Version von einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch eignet sich diese sehr gut für hohe Vorschub­geschwindig­keiten. 

STÖBER hat für die Baureihe ZTRS eine fest verschraubte Stützlagerglocke entwickelt. Die Versteifungsrippen an der Innenkontur ermöglichen es, das Getriebemoment des Zahnstangenantriebs voll zu nutzen, was die Leistungsdichte und die Steifigkeit verbessern. Zum Einsatz kann diese Baureihe  für Vorschubachsen in Werkzeug- und Lasermaschinen sowie in hochdynamischen und präzisen Handling-Systemen kommen. Die Zahnstangentriebe lassen sich mit unterschiedlichen Getrieben kombinieren.  

Stellt die Stützlagerglocke in Vorschub­achsen eine Störkontur dar, bietet STÖBER die Baureihe ZTR. Diese zeichnet sich durch einen kleinen Ritzeldurchmesser, eine hohe Linearsteifigkeit und geringe Dreh­momente bei hohen Vorschub­kräften aus. Die Ritzel mit dem angeschweißten Schraub­flansch lassen sich einfach montieren und demontieren. Die Zahnstangentriebe können ebenfalls mit den Getrieben der Baureihen PH und PHV kombiniert werden. Mit den Planetengetrieben der Baureihe PH zum Beispiel erreichen die Versionen ZR, ZTR und ZTRS einen sehr guten Rundlauf, der optional auf kleiner-gleich 0,01 Millimeter optimiert werden kann.  

Der Anwender kann die komplett fertigen Einheiten sofort ein­bauen – ohne Motor und Ritzel zu adaptieren. Über alle Bau­reihen hinweg sind Beschleunigungs­vorschub­kräfte von 0,48 bis 126 kN erreichbar. „Möglich ist dies natürlich durch die Gewichts­ein­sparung“, beschreibt Udo Cyrol, Leiter STÖBER Vertriebscenter Süd-Ost. „Denn meist fahren die Zahn­stangen­triebe auf dem bewegten Bauteil mit. Durch den fehlenden Motoradapter lassen sich die Einheiten kürzer und leichter gestalten, was auch die Eigen­schwungmasse reduziert.“ Zu einer weiteren Gewichts­­einsparung trägt die One Cable Solution von STÖBER bei. Dank des zukunfts­sicheren Protokolls HEIDENHAIN EnDat® 3 erübrigt sich mit dem Hybridkabel ein Encoderkabel, wodurch die Schleppkette der Zahnstangentriebe von STÖBER kleiner ausfallen kann.  

Zahnstangentriebe von STÖBER: Aus voller Drehung ins Lineare
Bild 1: STÖBER bietet vier verschiedene Bau­­reihen an Zahnstangen­­trieben, die sich im Direkt­­anbau an die Synchron-Servomotoren der Baureihe EZ in sämtlichen Größen anbinden lassen. 
Die schrägverzahnte Baureihe ZV kombiniert mit Kegelradgetriebe KS und Synchron-Servomotor EZ
Bild 2: Die schräg­verzahnte Baureihe ZV kombiniert mit Kegelrad­getriebe KS und Synchron-Servo­motor EZ: Der Kunde erhält einen leichten und kompakten Antrieb mit hoher Volumen­leistung.
Die Baureihe ZTRS mit fest ver­schraubter Stütz­­lager­­glocke kombiniert mit einem PH-Getriebe und einem EZ-Motor. Die Ver­steifungs­­­rippen an der Innen­kontur der Stütz­glocke ermöglichen es, das Getriebe­­moment des Zahn­stangen­­antriebs voll zu nutzen.
Bild 3: Die Baureihe ZTRS mit fest verschraubter Stütz­lager­glocke kombiniert mit einem PH-Getriebe und einem EZ-Motor. Die Ver­steifungs­­rippen an der Innen­kontur der Stütz­­glocke ermöglichen es, das Getriebe­­moment des Zahn­stangen­­antriebs voll zu nutzen.
Die ZV-Baureihe lässt sich auch mit Planeten­­getrieben koppeln und an den EZ-Motor an­schließen.
Bild 4: Zahnstangentriebe von STÖBER der ZV-Baureihe lassen sich auch mit Planeten­­getrieben koppeln und an den EZ-Motor an­schließen.
Bildnachweis: STÖBER Antriebstechnik GmbH + Co. KG